Erweiterung AWT-Anlage H30 Südkopf Integration Logistiksystem Klinikum
Keine Kreditkarte · Sofort verfügbar
KNK H30 Erweiterung AWT Anlage APO -Gegenstand der Maßnahme ist die Erweiterung der AWT-Anlage im H30 Südkopf, welche für den Apothekenbetrieb zwingend erforderlich ist. Die Erweiterung ist funktional in das bestehende, hochkomplexe Logistiksystem des Klinikums zu integrieren. Der überwiegende logistische Transport im Klinikum wird über die automatische Warentransportanlage (AWT) abgewickelt. Bis zu 50 Elektrohängebahn-(EHB)-Fahrwerke übernehmen den horizontalen Transport von Rollcontainern zwischen Quellen und Senken und legen dabei täglich rund 311 km zurück sowie ca. 1.338 Transporte aus. Den vertikalen Transport übernehmen 15 Aufzugsgruppen mit integrierter Fördertechnik. Transportiert werden zeitkritische Sterilgüter, Lagergüter, Getränkekisten, Wäsche (rein/unrein) sowie Abfälle. Im Untergeschoss des Hauptgebäudes befindet sich eine vollautomatisierte Containerwaschanlage (CWA) mit angeschlossenem Managementsystem sowie ein automatisierter Containerspeicher mit einer Kapazität von bis zu 75 Rollcontainern. In Haus 24 ist zudem eine automatisierte Müllabwurfanlage in das Gesamtsystem integriert. Alle genannten Komponenten sind funktional und steuerungstechnisch eng miteinander verknüpft. Die Steuerung der EHB wurde kürzlich mit erheblichem Aufwand von einer Siemens S5- auf eine Siemens S7-1500-Steuerung umgebaut und umfassend auf die betrieblichen Anforderungen des Klinikums angepasst. In diesem Zuge wurden auch die Logik, Hard und Software der Containerwaschanlage einschließlich Managementsystem sowie der Müllabwurf modernisiert, programmtechnisch vereinheitlicht und hardwareseitig vollständig erneuert. Jede einzelne Komponente wurde im Rahmen der Modernisierung auf den aktuellen Stand gebracht. Die Visualisierung erfolgt über WinCC. Das Wartungs- und Bedienpersonal (neun Techniker vor Ort) ist intensiv auf das bestehende System geschult. Aufgrund der hohen Komplexität der Gesamtanlage ist ein entsprechend hoher Wissens- und Erfahrungsstand erforderlich. Ein Ausfall oder eine längere Nichtverfügbarkeit der Anlage hätte erhebliche negative Auswirkungen auf die betrieblichen Abläufe des Krankenhauses und wäre mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden verbunden. Die aktuell erreichte Systemverfügbarkeit liegt bei 99,5 % und stellt zugleich die vertraglich einzuhaltende Mindestvorgabe dar. Bei Einsatz eines nicht kompatiblen Systems wäre mindestens mit folgenden zusätzlichen Aufwänden bzw. Mindestanforderungen zu rechnen: - vollständiger Austausch der Bestandssteuerung, - komplette Neuprogrammierung der Gesamtanlage inklusive aller Fahrwerke, - Anpassung bzw. vollständige Replikation der bestehenden Benutzeroberfläche in Layout, Bedienung und Logik, - umfängliche Schulung der neun Servicetechniker auf das neue Systeminklusive Bereitstellung optimal abgestimmter Mess - und Programmiergeräte samt Software, - umfassende Schulung des Klinikpersonals an Sende- und Empfangsstationen, - Sicherstellung eines voll funktionsfähigen, abgesetzten Leitstands, - Nachweis einer realen Anlagenverfügbarkeit von mindestens 99,5 % innerhalb eines Jahres, - Vorlage von mindestens drei Referenzprojekten vergleichbarer Größenordnung in Krankenhäusern mit nachgewiesener Verfügbarkeit von 99,5 % unter realen Betriebsbedingungen.
Ähnliche Ausschreibungen
Keine ähnlichen Ausschreibungen gefunden.