Implementierung digitale Muttermilchmanagement Software Universitätsklinikum KIS-Integration
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Software für die Verwaltung von Muttermilch-Das Universitätsklinikum beabsichtigt die Beschaffung und Implementierung einer IT-gestützten Lösung zur Digitalisierung des Muttermilch- und Frauenmilchmanagements. Der derzeitige Prozess zur Anforderung, Verarbeitung, Lagerung und Verabreichung von Muttermilch sowie Frauenmilch ist überwiegend papierbasiert und durch Medienbrüche gekennzeichnet. Die Anforderung erfolgt aktuell per Fax von den Stationen an die Diätküche bzw. Milchküche. Eine strukturierte digitale Erfassung sowie eine durchgängige Rückverfolgbarkeit von Milchprodukten hinsichtlich Chargen, Lagerorten, Haltbarkeiten und Patientenzuordnung ist nicht gegeben. Die Kennzeichnung erfolgt überwiegend manuell ohne systemgestützte Plausibilitätsprüfung, wodurch eine erhöhte Fehleranfälligkeit besteht. Zudem werden die Anforderungen der AWMF-Leitlinie 024-026 derzeit nicht systemseitig unterstützt und werden damit nicht erfüllt. Eine Integration in das bestehende Krankenhausinformationssystem (KIS) ist nicht vorhanden. Ziel der Beschaffung ist die leitliniengerechte Einführung einer vollständig digitalen, medienbruchfreien und revisionssicheren Lösung, die den gesamten Prozess von der Anforderung bis zur Verabreichung am Patientenbett abbildet. Die Lösung soll insbesondere eine zentrale digitale Erfassung aller Milchprodukte ermöglichen, einschließlich eindeutiger Identifikation (z. B. Barcode/QR-Code), Zuordnung zu Mutter bzw. Spenderin und Empfängerkind, Erfassung von Gewinnungszeitpunkt, Verarbeitungsstatus, Lagerort, Lagerbedingungen und Haltbarkeit. Darüber hinaus soll die Patientensicherheit durch eine bettseitige Identitätsprüfung mittels Barcode-Scan (Abgleich Patient Milch) sowie durch systemgestützte Plausibilitätsprüfungen erhöht werden. Eine lückenlose digitale Rückverfolgbarkeit und Dokumentation aller Prozessschritte gemäß den Anforderungen der AWMF-Leitlinie 024-026 ist sicherzustellen. Die Lösung soll über geeignete Schnittstellen verfügen, um eine Integration in das bestehende KIS zu ermöglichen. Perspektivisch sollen zudem Auswertungen zu Verbrauch, Verlusten und Prozesszeiten unterstützt werden. Mit der geplanten Beschaffung wird das Ziel verfolgt, die Patientensicherheit signifikant zu erhöhen, regulatorische Anforderungen umzusetzen sowie die Prozessqualität und Transparenz nachhaltig zu verbessern.