Umweltbundesamt·Dessau·23. Juli 2026

Quantifizierung Kostenvorteile Erdwärmesonden Regeneration Wärme Kälteversorgung Modellierung

Angebotsfrist:26. August 2026
Kommunikationsstrategien

Quantifizierung und Kommunikation von Effizienz- und Kostenvorteilen durch zusätzliche Kühlung bei Erdwärmesondensystemen (QuKEE)-Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist es, durch Erarbeitung von Kommunikationskonzepten dem Informationsdefizit der oberflächennahen Geothermie zu begegnen. Insbesondere sind mögliche Kostenvorteile durch Regeneration von bzw. Wärmespeicherung mit Erdwärmesondensystemen für typische Anwendungsfälle der Wärme- und Kälteversorgung modellgestützt zu quantifizieren und für unterschiedliche Zielgruppen verständlich aufzubereiten. Die Ergebnisse sollen eine bessere Einordnung oberflächennaher Geothermie in Beratungs-, Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglichen. Durch ein Modell und eine Reihe von Parametervariationen sollen typische, praxisnahe Anwendungsfälle abgebildet werden, aus denen robuste Orientierungswerte, Wirkzu-sammenhänge und Entscheidungshilfen ableitbar sind. Dabei sind sowohl Gebäude- und Nutzungsprofile einerseits, als auch Sondenfeld, Untergrund und Regenerationsoptionen andererseits, zu berücksichtigen. Das Modell soll die Anwendungen in geeigneter Weise abstrahieren und als Bezugsgröße soll ein normierter Einsatz von Nutzenergie verwendet werden. Anhand des Modells und seiner Variationsfälle sollen Energieeffizienz, Endener-gie, Gesamt- und Gestehungskosten für die anteilige Wärme- und Kälteversorgung be-rechnet und die unterschiedlichen geothermischen Modellvariationen verglichen werden. Darzustellen sind gleichermaßen die effizienzinduzierten Einsparpotenziale, die sich durch niedrigere Betriebskosten ergeben und solche, die eine Senkung der Investitionskosten bewirken. Die Modellrandbedingungen sind zu idealisieren aber weitgehend praxisnah zu gestalten, entsprechende Werte sind durch Recherchen zu ermitteln. Bei der Modellierung sollen die Temperaturveränderungen im Untergrund dauerhaft ökologisch unbedenklich bleiben. Für den Modellierungsrahmen sollen jeweils mindestens drei Stützstellen definiert werden, anhand derer - ggf. mittels Inter- bzw. Extrapolation - Aussagen zu den Auswirkungen von Parametervariationen auf verschiedenen Systemkonfigurationen möglich sind. Die Modelle sollen den Maßstab vom Einfamilienhaus bis zur Quartiersebene abdecken. Es ist Wert darauf zu legen, anschauliche Ergebnisse zu erzielen, die die wesentlichen Wirkprinzipien erkennen lassen. Diese überschlägige Modellierung soll zum Erkenntnisgewinn beitragen und Planungsschritte unterstützen, sie jedoch nicht ersetzen. Zentraler Vergleichsmaßstab sind drei Betriebsweisen von Erdwärmesonden- Wärmepumpen-Systemen: erstens der reine Heizbetrieb ohne Regeneration, zweitens die teilweise Regeneration durch passive Kühlung und drittens ein bilanzierter Betrieb, bei dem zusätzlich zum Kühlbetrieb weitere Wärmequellen zur Regeneration des Untergrunds eingesetzt werden. Dabei sollen auch separat die Kosten der externen Wärmequelle (So-larthermie) als Option in die Rechnung aufgenommen und ausgewiesen werden. Diese Betriebsweisen sind für ausgewählte Anwendungsfälle gegenüberzustellen und hinsichtlich Strombezug, Jahresarbeitszahl, Bohrmeterbedarf, Flächenbedarf, Investitionskosten und Betriebskosten etc. auszuwerten. Zum Vergleich sind alternative Wärme- und Kälteversorgungslösungen heranzuziehen. Der Vergleich soll kostenseitig über die Gesamtaufwendungen erfolgen, kann jedoch auch als Differenzkostenvergleich angelegt werden, sofern gemeinsame Kostenbestandteile in allen verglichenen Varianten gleichermaßen anfallen.

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