SAP IS-H/i.s.h.med Weiterentwicklung und Betrieb Universitätsmedizin Mainz
Dienstleistung SAP Q3 / Q4 2026-Die Universitätsmedizin Mainz beabsichtigt die Vergabe von hochspezialisierten Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung des Betriebs sowie zur notwendigen Weiterentwicklung des Krankenhausinformationssystems (KIS). Ein weiterer Kernbestandteil ist die operative Unterstützung des laufenden IT-Tagesgeschäfts. Der Fokus liegt hierbei auf der tiefgehenden Betreuung und Weiterentwicklung der historisch komplex gewachsenen Module SAP IS-H und i.s.h.med, einschließlich komplexer Subsysteme sowie der integrierten SAP-Patiententerminplantafel nebst Portalanbindungen. Ziel ist es insbesondere, die Betriebssicherheit während der Migration auf ein neues KIS lückenlos zu gewährleisten, da die Softwarelösungen SAP IS-H und i.s.h.med herstellerseitig abgekündigt wurden. Das beauftragte Unternehmen hat das spezifische Rollen- und Berechtigungskonzept in SAP IS-H/i.s.h.med für die Universitätsmedizin vollumfänglich konzipiert, kundenspezifisch programmiert und implementiert. Die tiefe Verwebung dieses Konzepts mit den klinischen Workflows erfordert ein proprietäres Systemwissen, das externen Dritten nicht ohne massive Risiken für den Datenschutz und die Systemsicherheit zugänglich gemacht werden kann. Eine Betreuung oder Weiterentwicklung durch Dritte würde unkalkulierbare Haftungsrisiken (v.a. im Kontext Datenschutz und Medizinrecht) sowie Probleme in den zahlreich angebundenen Subsystemen nach sich ziehen. Als Universitätsmedizin unterliegt die IT-Infrastruktur den strengen Anforderungen des BSI-Gesetzes (KRITIS). Ein Onboarding eines neuen Dienstleisters würde nachweislich eine mehrmonatige Einarbeitungsphase (Schätzung: mindestens 6 bis 9 Monate) erfordern, da keine Standard-Dokumentation die gelebte Systemrealität abbilden kann. Die damit verbundenen Know-how- Abflüsse, Reibungsverluste und das Risiko von Systemausfällen im KIS-Umfeld gefährden unmittelbar die Patientensicherheit und die klinischen Primärprozesse. Dieser zeitliche und wirtschaftliche Zusatzaufwand steht in keinem Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit. Das KIS bildet die Schnittstelle zwischen IT und medizinischem/pflegerischem Dienst. Das beauftragte Unternehmen verfügt über jahrelang etablierte, direkte Kommunikationswege und tiefes Vertrauen in den einzelnen Kliniken und Fachabteilungen. Diese soziotechnische Kompetenz ist nicht am Markt einkaufbar. Ein Wechsel des Dienstleisters würde zu massiven Akzeptanzproblemen bei den medizinischen Endanwendern führen und die agilen Entwicklungsprozesse im Tagesgeschäft blockieren. Die Universitätsmedizin Mainz beabsichtigt die Vergabe von hochspezialisierten Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung des Betriebs sowie zur notwendigen Weiterentwicklung des Krankenhausinformationssystems gemäß den vergaberechtlichen Bestimmungen an die Firma KAP Klinische Anwendungsberatung und Projektmanagement GmbH zu vergeben ### diese Ankündigung hat rein informativen Charakter und begründet keinen Rechtsanspruch auf Teilnahme am Beschaffungsverfahren###