Studie historische Hochwasser Wied Einzugsgebiet seit 1700 770 km²
Studie zu historischen Hochwassern im Einzugsgebiet der Wied -Aufgrund der Talgeometrie und der vergleichsweise dichten Besiedlung der Talaue sind die Wied und die Gewässer in ihrem Einzugsgebiet prädestiniert für Hochwasser mit katastrophalen Auswirkungen. Im Rahmen der hier vertragsgegenständlichen Studie sollen Erkenntnisse über historische Hochwasser an der Wied gesammelt und ausgewertet werden. Dabei sollen in einer ersten Phase im Rahmen einer Vor-Ort-Recherche vorhandene Hochwassermarken erhoben, Anwohner befragt und leicht zu erschließende Literatur ausgewertet werden. In diesem Schritt sollen alle Hochwasser erfasst werden, die seit 1700 im Einzugsgebiet der Wied aufgetreten sind. In einem weiteren Schritt sollen zu ausgewählten überregionalen Abflussereignissen weitergehende Erkenntnisse gewonnen werden. Die Auswahl der Ereignisse soll in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber erfolgen. In einem dritten Schritt sollen für die ausgewählten Ereignisse Abflüsse ermittelt werden. Untersuchungsgebiet Die Wied ist ein rechtsrheinischer Nebenfluss des Rheins, der bei Rhein- km 610,5 mündet. Die Wied hat ein Gesamteinzugsgebiet von 770 km², das Höhen bis ca. 510 m NHN aufweist. Die Mündung liegt auf einer Höhe von 55 m NHN. Seite 1/3 Die Wied entwässert Teile des Westerwaldes und damit eine der Niederschlagsreichsten Regionen von Rheinland-Pfalz, die mittlere Jahresniederschläge bis zu 1.100 mm aufweist. Die Gesamtlänge aller Gewässer im Einzugsgebiet beträgt ca. 1.100 km. Neben der Wied werden die Gewässer Holzbach, Aubach und Mehrbach durch insgesamt 7 gewässerkundliche Pegeln überwacht. Zusätzlich liegen Daten zum Pegel Döttesfeld (Wied) vor, der von 1955 bis 1990 betrieben wurde. Im Einzugsgebiet befinden sich die Risikogewässer gemäß HWRM-Richtlinie Wied (102 km) und Holzbach (42 km). Im Bereich der Mündung der Wied in den Rhein liegt die Stadt Neuwied mit rund 66.000 Einwohnern (EW). Weitere größere Orte im Einzugsgebiet der Wied sind die Stadt Altenkirchen (6.500 EW), die Ortsgemeinde Asbach (7.500 EW) und die Orts-gemeinde Dierdorf (6.000 EW). Eine Übersicht über das Untersuchungsgebiet bietet Anlage 1. Konkrete Leistungsbeschreibung Die Bearbeitung des Projektes erfolgt in drei Phasen. In der ersten Phase sind leicht zu erschließende Quellen im Rahmen einer Internetrecherche zu finden und bezüglich Hinweisen auf Hochwasser zu überprüfen, sowie im Rahmen von Vorortrecherchen nach Hochwassermarken oder anderen Hinweisen auf Hochwasser zu suchen. Im Rahmen dieser Begehung sollen gegebenenfalls auch kundige Anwohner, Bürgermeister und Behördenmitarbeiter befragt werden (vgl. Ziff. 3.1). In der zweiten Phase sind bis zu fünf (5) Abflussereignisse detailliert zu untersuchen (vgl. Ziff. 3.3). In der dritten Phase die Abflüsse für diese Ereignisse zu bestimmen (vgl. Ziff. 3.4). Für die detaillierte Vorgehensweise bei der Erbringung der nachfolgend beschriebenen Leistungen gilt das vom AN mit seinem Angebot einzureichende Projektdurch-führungskonzept, was die nachstehenden Ausführungen ergänzen, aber nicht abändern darf. Die Internetrecherche ist als Pauschalfestpreis in Preisposition 1 (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren. Der AG geht von einem Aufwand für die Internetrecherche in Höhe von 50 Stunden aus. Die Vorortrecherche ist als Pauschalfestpreis in Preisposition 2 (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren. Der Auftraggeber erwartet bei der Vorortrecherche einen Aufwand von 20 Arbeitstagen (ganztägig). Der Zwischenbericht ist pauschal in Preisposition 3 (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren. Die Datenerhebung und detaillierte Untersuchung ist als Tagespauschale in Preisposition 4 (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren. Die Abflussbestimmung ist als Pauschalfestpreis je Abflussberechnung in Preisposition 5 (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren. Die Projektgespräche sind als Pauschalfestpreis je Projektgespräch in Preisposition 6a bis 6d (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren. Der Abschlussbericht ist als Pauschalfestpreis in Preisposition 7 (Formular 302 Preisblatt) zu kalkulieren.