Zellkulturstudie HF-EMF oxidativer Stress DNA-Schäden Mitochondrien Biomarker Strahlenschutz
Zellkulturstudie zum Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf oxidativen Stress und DNA-Schäden-Oxidativer Stress wird in vielen Studien der letzten 25 Jahre als Teil eines möglichen Wirkmechanismus postuliert, der gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF-EMF) erklären soll. Dabei wird angenommen, dass die Exposition zu einem Ungleichgewicht zwischen oxidierenden und reduzierenden chemischen Spezies in der Zelle führt und durch Schädigung funktioneller Biomoleküle (DNA, Proteine, Lipide) Krankheiten wie Krebs und neurogenerative Erkrankungen begünstigt. Wissenschaftlich wurde bisher kein solcher Zusammenhang nachgewiesen. Um die offenen Fragen im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber HF-EMF und Veränderungen des zellulären oxidativen Gleichgewichts zu untersuchen, wird eine Zellkulturstudie angestrebt. Als Modellsystem sind drei humane Normalgewebszelltypen unterschiedlichen Ursprungs einzusetzen, die mittels einer Expositionsanlage mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern befeldet werden. Im Anschluss ist die Mitochondrienfraktion zu isolieren und valide Biomarker für oxidativen Stress, Kopienzahl mitochondrialer DNA und die Transkripte dreier mitochondrialer Gene zu quantifizieren. Die Ergebnisse des Vorhabens sind für eine weitere Verbesserung des Strahlenschutzes und der Strahlenschutzvorsorge erforderlich.